Energievision 2„Wie können wir auch in Zukunft gut leben“, lautete das Thema der Veranstaltung „Energievision“, zu der die Schule ins Forum eingeladen hatte. Die Moderatoren des mehrfach ausgezeichneten Vereins „Multivision“ haben dort einen Weg aufgezeigt, wie die Menschheit die Erderwärmung aufhalten könnte. Dieses kann vor allem durch den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Solarenergie gelingen.

Eine vollkommen konträre Energievision hat der neue alte amerikanische Präsident: „Drill, baby, drill“, lautet einer seiner Lieblingssprüche. Mit diesem reißerischen Satz „Bohre, Baby, bohre nach Öl“ will er auch dem letzten Hinterwäldler klarmachen, dass er die Ölproduktion in Amerika ausweiten will und in Zukunft noch mehr billiges Erdöl auf dem Weltmarkt verkaufen möchte, damit Amerika wieder „great“ wird.

Aber kann diese Rechnung aufgehen? Ein kurzer Faktencheck ergibt, dass die USA bereits der zweitgrößte CO2-Emittent mit einem Anteil von 13,9 % weltweit nach China (29,7 %) sind. In unserer Veranstaltung „Energievision“ wurde anschaulich verdeutlicht, dass der Ausstoß von CO2 durch die Verbrennung fossiler Energieträger (Öl, Kohle, Gas) die Hauptursache für die weltweite Erwärmung der Erde ist. Das Jahr 2024 war das wärmste Jahr seit Wetteraufzeichnung mit extremen Klimaereignissen wie Hitzewellen (z. B. in Indien mit Temperaturen über 50 Grad!), Dürren, Bränden und Überschwemmungen. Im Januar haben katastrophale Brände in Kalifornien mit 29 Todesopfern gewütet. Die Schäden werden auf bis zu 250 Milliarden Dollar geschätzt, was diese Waldbrände zur teuersten Klimakatastrophe in der Geschichte der USA macht. Der Umsatz der amerikanischen Ölindustrie liegt bei ca. 1 Milliarde Dollar am Tag. Man müsste also einen großen Teil des Umsatzes der gesamten amerikanischen Ölindustrie aufwenden, wir reden nicht vom Gewinn, um die Schäden nur dieser einen Klimakatastrophe zu beseitigen.

In der Veranstaltung „Energievision“ wurde eine Zukunft gezeichnet, wie die Menschheit CO2-Emissionen reduzieren und trotzdem ein gutes Leben ohne Klimakatastrophen führen kann:
• Ausbau der alternativen Energien,
• Elektrofahrzeuge, die durch die Solarzellen auf den Hausdächern „betankt“ werden und während der Dunkelflaute Energie für die Häuser liefern,
• Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs,
• Ausbau des Radwegenetzes und Radverkehr mit E-Bikes und Biobikes,
• Reduzierung der Massentierhaltung.

Zurzeit kann unser Strombedarf in Deutschland bereits zu 60 % aus alternativen Energiequellen gedeckt werden, also vor allem durch Solar- und Windenergie. Insbesondere die Windkraft ist die günstigste Technologie zur Erzeugung von Strom. Die staatliche Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau und die Unternehmensberatung Mc Kinsey haben errechnet, dass wir jedes Jahr 75-133 Milliarden Euro für fossile Brennstoffe ausgeben. Ein Umstieg auf erneuerbare Energien, die wir Jahrzehnte nutzen könnten, würde dagegen „nur“ 37-73 Milliarden Euro kosten (s. Bild). Dennoch möchten Trump und beispielsweise die deutsche AfD alle Windräder abreißen. Das widerspricht jeglichem ökonomischen und ökologischen Sachverstand.

Es lohnt sich also wachsam und kritisch zu bleiben…